Geboten wird eine umfangreiche Ausstellung aus dem Alltag der DDR ! Exponate : Seltene IFA Fahrzeuge, Fahrzeuggeschichte , tolle Spielzeugsammlung, Modellautos in großer Vielfalt, Modelleisenbahnen.-und Zubehör, Technik verschiedenster Art , das PEBELAND, original eingerichteter Konsum-Laden, Sonderausstellung zum Roten Kreuz der DDR, Geschichte der Stadt Premnitz sowie viele weitere Exponate .

Aktuelle Infos und Bilder auf der Facebook Seite:
https://www.facebook.com/pages/DDR-Museum-D%C3%B6beritz/611307365611334?fref=nf
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Bammerweg 5 
14727 Döberitz / Premnitz
Gegenüber NORMA Discounter an der B 102

Öffnungszeiten:

Mittwoch – Sonntag 10.00-17.00 Uhr
Letzter Einlass : 16:00 Uhr

1. Mai bis 31. Oktober

November bis April ist Winterpause und das Museum ist geschlossen !

Eintrittspreise :

Kinder und Jugendliche ( 4 – 17 Jahre ) 3,00 €

Erwachsene 5,00 €

Besichtigungstermine zwischen Mai und Oktober für Gruppen ab 8 Personen außerhalb
( Montag oder Dienstag ) der regulären Öffnungszeiten jederzeit nach rechtzeitiger Vereinbarung gerne möglich !

Tel.:015257335389 oder www.ddr-museum-döberitz.de oder Facebook ddr museum döberitz !

Quelle: MAZ Lokal von 28/29.06.2014
Mann aus Mönchengladbach eröffnet DDR-Museum

Vom Osten das Beste

Ein Ossi und ein Wessi - mittlerweile zum "Wossi" konvertiert - eröffnen gemeinsam in Döberitz (Havelland) ein DDR-Museum. Auf 400 Quadratmetern gibt es vom Rondo-Kaffee über den Stern-Recorder bis zum Puppenhaus alles zu sehen, was die DDR an Konsum zu bieten hatte. "Das kenne ich" und "Das habe ich auch gehabt" sind Sätze, die in dem Museum immer wieder fallen.

 
 

 

 

 Artikel veröffentlicht: Samstag, 28.06.2014 11:44 Uhr

Artikel aktualisiert: Samstag, 28.06.2014 11:58 Uhr

Der Barkas ist Manfred Hüsges besonders ans Herz gewachsen.

Quelle: Bernd Geske

 

Döberitz. Leute, die in der Deutschen Demokratischen Republik aufgewachsen sind, seien gewarnt: Die Fülle von Exponaten im neuen DDR-Museum von Döberitz könnte sie „erschlagen“. Vor zwei Monaten haben Manfred Hüsges aus Mönchengladbach und Peter Klapp aus Premnitz auf 400 Quadratmetern am Bammer Weg Nr. 5 eine Präsentation eröffnet, die es so nicht noch einmal gibt. Anhand einer schier unendlichen Zahl von Exponaten kann das Leben im „1.deutschen Arbeiter- und Bauernstaat“ nachempfunden werden.

„Das kenne ich!“ und „Das habe ich auch gehabt.“ seien die wiederkehrenden Sätze, sagt Manfred Hüsges, die er von Besuchern zu hören bekomme. Locker plaudernd und ohne jede wissenschaftliche Pose begrüßt er seine Gäste.

Trotzdem zeigt er sich in der Lage, zu vielen Ausstellungsstücken die Herstellungszeiträume, Betriebe, Orte und Besonderheiten zu nennen. Für einen geborenen Wessi eigentlich erstaunlich. 1993 habe er erstmals mit einem Bekannten eine Fahrt durch die neuen Bundesländer gemacht, erzählt er. Dabei müsse er von einem „Virus“ infiziert worden sein, plötzlich habe er angefangen, Dinge zu sammeln, die in der DDR Bedeutung hatten. Zuerst hat er einen alten Barkas-Krankenwagen gekauft, bald danach einen betagten Trabant-Kombi und beide wieder aufgebaut. Rund 60 Trabbis habe er im Laufe der Jahre erworben, erzählt er, und zehn fahrbereite Autos daraus zusammengesetzt. Die Menge der Spielsachen, die er besitzt, lässt sich kaum ermessen. Allein die Zahl der elektrischen Eisenbahnloks gibt er mit „knapp 1000“ an. Er hat nur Platz, um 400 zu zeigen. Ein Raum ist voller Kinderbücher. Ein anderer Raum heißt „PEBELAND“. In Anlehnung an das bekannte Legoland hat Manfred Hüsges kleine Welten aus den Steckbausteinen gestaltet, die in der DDR hergestellt wurden. „PEBE in Bad Kösen hat am Anfang die Legobausteine produziert“, vermerkt er kurz am Rande.

Der einstige Wessi, der heute schon lange ein waschechter „Wossi“ ist, weist darauf hin, dass das DDR-Museum ohne die von Peter Klapp eingebrachten Exponate undenkbar wäre. Der Premnitzer hat den „Konsum“ ausgestattet und viele technische Geräte beigesteuert. Im klassischen DDR-Laden gibt es Goldbrand und Timm’s Sauren, Fewa, Ata und Sil. Eine betagte Schlager-Süßtafel darf bestaunt werden. Nudossi-Aufstrich, Rondo-Kaffee und Carnito-Soße nicht zu vergessen. Eine 0,33-Liter-Flasche Rathenower Hell lässt 25Jahre alten Bierdurst aufleben. Die Uralt-Kamera Pouva Start fehlt nicht, ein Fernseher Junost 4018 ist da undder einst allgegenwärtige Stern-Recorder feiert ein Wiedersehen.

Die Bereiche sind einfach thematisch geordnet. Eine Vitrine zeigt alles zur Volkspolizei, eine andere etwas über das Gesundheitswesen. Hier werden drei Dutzend Handpuppen einschließlich Pittiplatsch und Schnatterinchen präsentiert, da hängen Tafeln über persönliche Schutzausrüstung an der Wand. Allgegenwärtig sind Spielsachen, Modelle und technische Geräte. Die im Premnitzer Werk einst hergestellten Magnetbandkassetten verraten, dass sie einst 20Mark für 60Minuten und 27 Mark für 90 Minuten gekostet haben. Wie die ersten zwei Monate für das Museum gelaufen sind? „Ich habe mit fünf Besuchern am Tag gerechnet“, nennt Manfred Hüsges seine Kalkulation. Jetzt, nachdem er am Montag an der Ecke zur Bundesstraße ein Hinweisschild in Trabbi-Form aufstellen durfte, sehe es besser aus. Die Besucherzahl sei etwa doppelt so hoch.

Kürzlich hat eine ältere Dame im DDR-Museum geweint. Sie hatte ihr altes Puppenhaus wieder erkannt – ihr Vater hatte es vor vielen Jahren für sie gebaut. „Ich habe es im Sperrmüll gefunden“, erklärt der Museumsvater. Und die Frau habe gerufen: „Da sind ja meine alten Puppengardinen!“

Von Bernd Geske

Ostalgie pur – DDR Museum eröffnet in Döberitz

 
 
Ostalgie pur %u2013 DDR Museum öerffnet in Döberitz Ostalgie pur – DDR Museum öerffnet in Döberitz Bild: privat
 

Premnitz / Döberitz – Seit gut 25 Jahren ist die Deutsche Demokratische Republik (DDR) Geschichte. Am 20. September 1990 stimmten die Volkskammer der DDR und der Deutsche Bundestag dem Einigungsvertrag zu, das bis dahin geteilte Deutschland wurde wiedervereint.
Seit dem verschwanden viele Erinnerungen an die einstige Heimat. Am bekanntesten ist wohl der Trabi und Rotkäppchen-Sekt, aber auch bei den Worten Florena, Nudossi oder Pittiplatsch kommen bei dem Einen oder Anderen sofort Gedanken an die gute alte Zeit.
Da die Geschichte des einstigen sozialistischen Bruderstaats im mehr in ein Loch des Vergessens zu verschwinden droht, schießen sogenannte „DDR-Museen“ wie Pilze aus den Böden.
So auch in Döberitz. Im Bammerweg 5 können ab dem 1. Mai Interessierte in Erinnerungen schwelgen oder ihren Kinder zeigen, mit was die Eltern früher gespielt haben oder was es in den „HO-Läden“ so zu kaufen gab.  



Rene Wernitz 08.05.2014 14:38 Uhr
Red. Rathenow, lokales@brawo.de
 
heimat/lokalredaktionen/rathenow/rathenow-artikel/dg/0/

Auferstanden aus Disco-Ruine

Döberitz (MOZ) (san) Es war 1993 als der Mönchengladbacher Manfred Hüsges mit einem Freund eine Spritztour durch Thüringen machte und ihm die Autos der Marken Trabant und Barkas begegneten. "Da flog nen Virus rum oder so", scherzt er. Der Beginn einer Leidenschaft. Noch im selben Jahr erwarb er seinen ersten Barkas-Kleintransporter und einen Trabant.

heimat/lokalredaktionen/rathenow/rathenow-artikel/dg/0/1/1277510/
Kundi, das Maskottchen des Dresdener Hygienemuseums, als Stoffhandpuppe und ein Straßenreinigungs-Lkw aus der früheren Spielwarenfabrik in Brandenburg an der Havel.                               3 Bilder

Kundi, das Maskottchen des Dresdener Hygienemuseums, als Stoffhandpuppe und ein Straßenreinigungs-Lkw aus der früheren Spielwarenfabrik in Brandenburg an der Havel.

© MOZ/Euent

Schon bald als "Trabi-Manni" bekannt, brachte es An- und Verkäufer Manfred Hüsges in Spitzenzeiten auf 60 Trabis und 10 Barkas. Zur Sammelleidenschaft für DDR-Autos kam schnell die für DDR-Spielzeug. Auf Flohmärkten begann er vor über 15 Jahren zu erwerben, was andere nicht mehr haben wollten. In seinen Trabbis hing ein Schild "Suche DDR-Spielzeug", und auf zahllosen Trabi-Treffen brachten ihm die Leute ihr altes Spielzeug.

Als die Sammlung immer umfangreicher wurde, reifte die Idee, die Schätze öffentlich auszustellen. Erste Versuche einen DDR-Park zu eröffnen bzw. ein altes Fabrikgebäude im Erzgebirge zu kaufen, scheiterten. Zufällig lernte er vor vier Jahren über den Internetverkauf einer Bauanleitung für die unter DDR-Kindern sehr beliebten PEBE-Steine den Premnitzer Peter Klapp, ebenfalls eingefleischter DDR-Sammler, kennen. Man kam ins Gespräch und schnell kristallisierte sich heraus, dass sich die Sammlungen der Beiden ergänzen. Manfred Hüsges wusste erst gar nicht, wo Premnitz eigentlich liegt, aber die Idee, dort eine Immobilie für ein gemeinsames DDR-Museum zu erwerben, ließ ihn nicht mehr los.

Gefunden wurde schließlich das ziemlich herunter gekommene Haus im Bammerweg 5 inTrotz eingestürztem Dachstuhl erwarb Hüsges die ehemalige Diskothek und machte sich an die Arbeit, Umzug mit seiner gesamten Sammlung ins Havelländische inklusive.

Bis zehn Minuten vor der Eröffnung wurde noch geschraubt, aber am 1. Mai war es soweit. Jetzt können die Besucher von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10.00 und 17.00 Uhr auf über 400 Quadratmetern staunen. Es wurde jeder Winkel genutzt, um Exponaten einen Platz zu geben. Vitrine reiht sich an Vitrine, Regal an Regal. Im großen Saal sind die Autos zu sehen: Der eine oder andere besonders schöne Trabi aus Manfred Hüsges Sammlung sowie natürlich auch Barkas-Kleintransporter. So steht zum Beispiel ein voll ausgestatteter Krankenwagen neben einem Unikat: Der Prototyp eines Trabant-Transporters. Heutzutage würde man wohl Pick-Up-Trabi dazu sagen. Gedacht für Bäcker oder andere Handwerker ist das hinten mit einer Plane versehene Auto allerdings nie in Serie gegangen. Manfred Hüsges entdeckte ihn bei einem Förster: "Der kurvte mit dem Einzelstück durch den Wald, das konnte ich natürlich nicht zulassen." Nach zähen Verhandlungen konnte er dem Mann den außergewöhnlichen Trabant abkaufen. Liebevoll aufgearbeitet ist der grüne Pappkamerad mit originaler Plane im Museum besser aufgehoben.

Neben den Autos hat es das DDR-Spielzeug Manfred Hüsges besonders angetan. Mit circa 370 Barkas-Modell-Autos besitzt er die wohl größte Sammlung dieser Art. "Jedenfalls ist mir keine Größere bekannt", so Hüsges.

Doch nicht nur Autos kann man im Museum bewundern, auch vieles Andere, das in der DDR alltäglich war. Landschaften aus PEBE-Bausteinen nehmen ein ganzes Zimmer ein, ebenso wie die Modelleisenbahn ergänzt durch unzählige Loks und Waggons in Vitrinen. Daneben laden hunderte Exponate sonstiger Spielzeuge und DDR-Gebrauchsgegenstände von Fernseher und Fernglas über Uniformen und Kleidung bis zu Büchern und dem voll ausgestatteten Konsum zum Eintauchen in die vergangene Zeit ein. Ständig entdeckt man etwas, das man aus der eigenen Vergangenheit wiedererkennt. Längst ist nicht alles zu sehen, ungefähr die doppelte Menge ist noch im Lager, schätzt Hüsges. Bevor Exponate im Museum landen, wird alles durchgesehen, gereinigt, vervollständigt oder rekonstruiert. Basteln ist nämlich ein weiteres Hobby der Beiden.

Mehr Infos unter 0152/57335389, per E-Mail an trabi-manni@freenet.de, auf Facebook oder auf http://ddr-museum-döberitz.de.



 

 Aus der Redaktion

06.05.2014 16:48 Uhr - Aktualisiert 07.05.2014 07:40 Uhr

 
details/dg/0/

Echter Ost-Schnaps in den Flaschen

Döberitz (san) Juwel-Zigaretten, Tempo-Linsen und Puffreis-Tafeln: Zum Teil nicht ganz taufrisch aussehend, handelt es sich aber um originalverpackte Waren, deren Haltbarkeitsdatum schon seit länger als 20 Jahre überschritten ist. Doch wurden sie in Döberitz wieder in die Auslage gepackt. Also schnell den Drahteinkaufskorb aus der Ecke schnappen und einkaufen? Aber nein! Trotz Waage und Kasse ist ein Ostalgie-Shopping im neuen Konsum in der Bammer Straße 5 nicht möglich. Der dortige Konsum mit seinem vielfältigen Angebot von Kurzwaren, Waschmitteln, Zigaretten und Alkoholischem bis hin zu Mehl und Kaffeeersatz ist Teil des neu eröffneten DDR-Museums.

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Einen mit original DDR-Waren bestückten Konsum gibt es seit 1. Mai im DDR-Museum in Döberitz zu sehen. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Peter Klapp, die er in mehr als 25 Jahren zusammen getragen hat.                               2 Bilder

Einen mit original DDR-Waren bestückten Konsum gibt es seit 1. Mai im DDR-Museum in Döberitz zu sehen. Die Exponate stammen aus der Sammlung von Peter Klapp, die er in mehr als 25 Jahren zusammen getragen hat.

© MOZ/Euent

Die Konsum-Abteilung ist das Werk von Sammler Peter Klapp. Der Premnitzer hat aber nicht in der Konsum-Genossenschaft gelernt, sondern in der damaligen Handelsorganisation (HO). Damals begann er, Prospekte und Werbemittel aufzubewahren. Mit dem Gedanken, dass es viele der Produkte womöglich irgendwann nicht mehr geben wird, ging er sogar daran, die Waren des täglichen Bedarfs zu sammeln. Gestapelt in seinem Keller, warteten die Produkte über 20 Jahre darauf, endlich wieder ans Tageslicht zu gelangen. In dem zusammen mit Manfred Hüsges aufgebauten DDR-Museum hat Peter Klapp endlich die Gelegenheit, seine große Sammlung der Öffentlichkeit zu präsentieren.

"Besonders stolz bin ich darauf, dass auch die Schnapsflaschen noch voll sind", so Peter Klapp. Selbst jetzt, fast 24 Jahre nach der Wiedervereinigung, findet er bei Haushaltsauflösungen noch die eine oder andere Flasche oder Konserve, die er seiner Sammlung hinzufügen möchte. Manchmal klappt das aber nicht. "Ich wollte vor Kurzem eine Flasche Braunen bei einer Wohnungsauflösung erwerben, aber der Mann meinte, die ist noch gut, die trinkt er lieber selbst."